Radon und Gesundheit

Auswirkungen von Radon auf die Gesundheit

Das Gesundheitsrisiko Radon ist an bestimmte geologische Gegebenheiten gekoppelt, so dass eine deutliche lokale bis regionale Belastung ausgelöst wird, die im Rahmen von Immobilientransaktionen, Baugenehmigungen oder Flächenentwicklung unbedingt beachtet werden sollte.

Eine aktuelle Erhebung ergab, dass in Deutschland ca. 1.900 Lungenkrebstodesfälle pro Jahr durch Radon in Wohnungen verursacht werden. Dies entspricht fast der Hälfte der Verkehrstoten auf deutschen Straßen.

Die bisherigen Studien belegen zudem einen linearen Zusammenhang zwischen langjähriger Radonkonzentration und dem Risiko einer Lungenkrebserkrankung. Das relative Lungenkrebsrisiko erhöht sich dabei um ca. 16% pro Anstieg der Radonkonzentration um 100 Bq/m³. Die gemeinsame Wirkung von Rauchen und Radon verstärkt sich gegenseitig. Das absolute Lungenkrebsrisiko durch Radon ist deshalb für Raucher dramatisch erhöht.

In ihrer jüngsten Stellungnahme kommt die Strahlenschutzkommission zu der Einschätzung, dass „bei Entscheidungen über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Radonkonzentrationen in Wohnungen auch der Bereich unterhalb von 250 Bq/m³ zu berücksichtigen“ sei. Sie weist darauf hin, dass in den neuen Studien bei Nichtrauchern auch schon im Bereich 100 bis 199 Bq/m³ eine Erhöhung des Lungenkrebsrisikos nachweisbar ist.

Grundsätzlich ist kein Schwellenwert bekannt, unterhalb dessen keine
Gesundheitsgefährdung auftritt.

Radonkonzentration
in Bq/m3

Todesfälle je
1000 Nichtraucher

Todesfälle je
1000 Raucher

0

4,1

101

100

4,7

116

200

5,4

130

400

6,7

160

800

9,3

216


Wahrscheinlichkeit bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu versterben in Abhängigkeit von der Radonkonzentration (Darby et al. 2005)

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