Die Radonproblematik - ein Praxisbeispiel
(Gutachter: UMR GmbH, Nürnberg)
Ziel:
Umnutzung einer Liegenschaft in Süddeutschland durch einen amerikanischen Investor
Objekt:
ehemalige Kaserne, 32 ha mit insgesamt 45 bestehenden Gebäuden, offenen Hallen und Bunkeranlagen
Problemlage:
- Objekt liegt in einem Radonrisikogebiet (Untergrund aus Granit)
- Voruntersuchungen mit Radongehalten bis 380 Bq/m³ Raumluft
- Risikosituation ist Investor durch Rechtslage in den USA bekannt
- Projektfinanzierung infolge unkalkulierbarer Sanierungs- und Gesundheitskostenrisiken gefährdet
Ergebnisse:
- massive Messwertschwankungen der Radongehalte zwischen 67 und etwa 1.000 Bq/m³, mit Spitzenwerten bis zu 4.300 Bq/m³ liefern typisches heterogenes Belastungsbild
- selbst mittlere Radonkonzentration von etwa 344 Bq/m³ liegt bereits deutlich über dem Wert der U.S. EPA und der Empfehlung der SSK
Maßnahmen:
- zusätzliche Investitionen für aktive lüftungstechnische Maßnahmen
- Anpassung des Nutzungskonzeptes zur Minderung der Mitarbeiter-belastung durch Radon
- Radonmonitoringprogramm
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